Jahresrückblick 2025 und Ausblick auf 2026
Was wir geschafft haben
Liebe Fachkräfte, liebe Freund*innen der Kinder- und Jugendbeteiligung,
das vergangene Jahr war für uns als SKJB Team eines, das von intensiver fachlicher Auseinandersetzung, lebendigem Austausch und vielen gemeinsamen Schritten in Richtung einer starken Kinder- und Jugendbeteiligung geprägt war. Dazu zählten insbesondere
der vertiefte Austausch zu Beteiligungsrechten, Qualitätsstandards und fachlichen Grundlagen,
die gemeinsame Reflexion bestehender Praxis sowie der Umgang mit strukturellen Herausforderungen,
die Stärkung von Vernetzung und Kooperation zwischen den beteiligten Akteur*innen und
die Planung und Vereinbarung konkreter nächster Schritte zur nachhaltigen Umsetzung.
Gemeinsam mit euch – den Fachkräften vor Ort – konnten wir Impulse setzen, Räume öffnen und Beteiligung ganz konkret erlebbar machen.
Ein besonderer Fokus lag 2025 auf der vertieften Beschäftigung mit der Beteiligung von Kindern, die wir im Rahmen eines Schwerpunktjahres bewusst in den Blick genommen haben. So haben wir auf die vermehrten Anfragen von euch zum Thema Kinderbeteiligung reagiert und in Qualifizierungsangeboten und Vernetzungsveranstaltungen wurde deutlich, wie groß das Engagement und der Bedarf nach Austausch, Reflexion und praxisnahen Ansätzen tatsächlich ist. Kinderbeteiligung ist bislang nicht als Muss-Regelung in der Gemeindeordnung verankert – wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen künftig entwickeln, wird sich zeigen.
20 Qualifizierungs- und Vernetzungsveranstaltungen mit mehr als 450 erreichten Fachkräften zeigen, wie wichtig diese gemeinsamen Lern- und Entwicklungsräume sind. Sie zeigen auch, dass sich immer mehr erwachsene Personen als Verbündete für die Beteiligung junger Menschen stark machen und somit ihre Strahlkraft und Vehemenz erhöht wird.
Darüber hinaus konnten wir 20 Teamer*innen für die Peer-to-Peer Workshops für die Landtagswahl schulen. Geplant sind bis zur Landtagswahl 2026 bis zu 70 Veranstaltungen vor Ort, die Erstwählende empowern sollen ihre Stimme abzugeben und sich so (politisch) zu beteiligen.
Auch unser Förderprogramm war ein zentrales Instrument, um Beteiligung vor Ort möglich zu machen: 125 Projekte der Kinder- und Jugendbeteiligung konnten wir fördern. Jedes dieser Projekte steht für umgesetzte Ideen, gemeinsame Diskussionen und ausgehandelte Entscheidungen – mehr als 7.000 junge Menschen konnten so spürbar erfahren, dass ihre Stimme zählt.
Wie kann eine wirkmächtige und nachhaltige Beteiligung von jungen Menschen auf Landesebene aussehen? Mit dieser Frage haben wir uns in dem im Januar 2025 gestarteten Projekt „Landesjugendforum BW“ beschäftigt. Dazu wurde ein Beteiligungsprozess durchgeführt, bei dem wir in bisher 10 Designwerkstätten mit insgesamt 167 vielfältigen jungen Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten im Alter von 14 bis 27 Jahren und in 7 Dialogwerkstätten mit insgesamt 91 Fachkräften ins Gespräch gehen konnten. Alle Erkenntnisse werden Ende 2026 als Handlungsempfehlungen an unseren Auftraggeber, das Landesjugendkuratorium BW, weitergegeben.
Im Dezember feierten wir das 10-jährige Jubiläum des § 41a GemO BW, das wir mit einer Online-Kampagne begleitet haben. Der Blick zurück auf die vergangenen 10 Jahre hat gezeigt, wie viel erreicht wurde – und gleichzeitig, wie wichtig es bleibt, Beteiligung weiterzuentwickeln, zu sichern und immer wieder neu zu denken.
Über unsere drei Instagram-Kanäle haben wir 104 Beiträge und 587 Stories zu unseren Angeboten oder beteiligungsrelevanten Themen gepostet und unsere Online Community um 1.329 neue Follower erweitert.
Blick nach vorne
Mit dem Blick nach vorn wird deutlich: 2026 wird ein Jahr, in dem wir die angestoßenen Prozesse weiter vertiefen und gemeinsam mit euch gestalten wollen – mit dem Ziel, Beteiligung noch stärker als selbstverständlichen Bestandteil in allen Bereichen der Praxis zu verankern. Konkret wird es vermehrt um Vielfalt in der kommunalen Beteiligung gehen. Hierzu schon mal der Hinweis auf den Fachtag am 12. Mai, der sich intensiv auch mit dem Thema Lobbyarbeit für Beteiligung in der Kommune befassen wird. Einen Überblick über bereits geplante Veranstaltungen in 2026 findet ihr über den untenstehenden Link.
Das Förderprogramm bleibt ein zentrales Element unserer Arbeit: Wir werden weiterhin Projekte ermöglichen, die jungen Menschen echte Mitgestaltung eröffnen und Fachkräfte darin bestärken, Beteiligung mutig und nachhaltig umzusetzen.
2026 verstehen wir als Einladung – zum Weiterdenken, Ausprobieren und gemeinsamen Lernen. Wir freuen uns darauf, den Weg gemeinsam mit euch weiterzugehen.