Wer wir sind

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg (SKJB) setzt sich für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg ein. Wir verstehen Beteiligung als aktive Mitgestaltung der Gesellschaft durch politische Partizipation und freiwilliges Engagement junger Menschen.

Damit dies gut gelingt:

  • Informieren und beraten wir zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
  • fördern wir Projekte, die die Beteiligung junger Menschen fördern
  • leisten wir Netzwerkarbeit, zum Beispiel im Rahmen von Fachtagen und Onlineangeboten,
  • qualifizieren wir Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit von freien und öffentlichen Trägern durch Fort- und Weiterbildungen
  • konzipieren wir Kampagnen zur vermehrten Repräsentation junger Menschen in kommunalen Gremien
  • würdigen wir junges Engagement in Baden-Württemberg
  • und machen dieses Engagement auf unseren Plattformen sichtbar

Was wir wollen

Junge Menschen haben ein vielfach verankertes Recht auf Beteiligung. Für die nachhaltige Umsetzung und strukturelle Verankerung dieses Rechts setzen wir uns flächendeckend ein.

Das setzt eine breite gesellschaftliche und politische Akzeptanz für die Perspektiven, Interessen und Bedürfnisse junger Menschen voraus, für die wir kämpfen.

Ein besonderes Anliegen ist, dass sich ALLE Kinder- und Jugendlichen an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligen können – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Bildungsstatus!

Die Trägerschaft der Servicestelle

Das Besondere an der Trägerschaft der Servicestelle ist, dass sie sich von drei Landesverbänden der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit geteilt wird:

Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg
Landesjugendring Baden-Württemberg
Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg

Diese Form der Trägerschaft bildet die hohe Vielfalt an Kooperationspartnern für Prozesse der Kinder- und Jugendbeteiligung vor Ort ab. Partizipation, Kooperation auf Augenhöhe und eine gute Vernetzung sind uns ein zentrales Anliegen im Feld. Wir kooperieren mit Akteuren auf Bundes-, Landes-, Landkreis- und Kommunalebene.

   

 

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.

Entstehung und Geschichte der SKJB

Masterplan Jugend
Am 12. März 2013 hat die damalige Landesregierung gemeinsam mit Vertretern der Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit die Vereinbarung „Zukunftsplan Jugend“ unterzeichnet. Über den „Zukunftsplan Jugend“ sollten alle Kräfte im Land gebündelt und stärker zusammengeführt werden, um in gemeinsamer Verantwortung eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit zu gestalten.

Alleinstellungsmerkmal des „Zukunftsplans Jugend“ war von Beginn an ein Zusammenwirken von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie ein hohes Maß an beteiligungsorientierten Strukturen. Dies wird am Beispiel der Lenkungsgruppe deutlich, in der die Partner der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit, die kommunalen Landesverbände und die betroffenen Ministerien vertreten sind.

Außerdem wurden fünf thematisch fokussierte Arbeitsgruppen eingerichtet. Gemeinsam formulierten diese Gremien in der ersten Phase des „Zukunftsplans Jugend“ 16 Leitlinien für eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendarbeit, die allen Beteiligten als Grundlage für ihre Arbeit dienten.

Das Ministerium für Soziales und Integration hat seit Dezember 2016 gemeinsam mit allen Partnerverbänden den „Zukunftsplan Jugend“ zu einem „Masterplan Jugend“ weiterentwickelt und durch neue Schwerpunktsetzungen der aktuellen Bedarfslage angepasst. Eines der wesentlichen Ziele der Weiterentwicklung des Prozesses besteht in einem stärkeren Praxisbezug. Die Vorhaben sollen unmittelbar bei den Jugendlichen ankommen, denn sie stehen im Fokus. Der „Masterplan Jugend“ versteht sich noch stärker als dialogorientiertes Forum zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Land.

Aus dem breiten Themenspektrum hat die Lenkungsgruppe Anfang November 2017 neue inhaltliche Schwerpunkte definiert und zielorientiert weiterentwickelt:

Migration und Flucht
Demokratie- und Medienbildung
Partizipation im weit verstandenen Sinne
Überarbeitung der Fördergrundlagen
Ermöglichung und Sichtbarmachung von Vielfalt, Kooperationsausbau, insbesondere im Bereich (Ganztags-)Schule und außerschulische Jugendbildung
Diese Schwerpunkte gewährleisten einerseits die nötige praxisorientierte Arbeits- und Gestaltungsstruktur, andererseits aber auch die notwendige Flexibilität, um auf aktuelle Herausforderungen reagieren zu können.

(Text übernommen aus dem Masterplan Jugend des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg)