Wer wir sind

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg (SKJB) setzt sich für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg ein. Wir verstehen Beteiligung als aktive Mitgestaltung der Gesellschaft durch politische Partizipation und freiwilliges Engagement junger Menschen.

Damit dies gut gelingt:

  • Informieren und beraten wir zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
  • Fördern wir Projekte, die die Beteiligung junger Menschen fördern.
  • Leisten wir Netzwerkarbeit, zum Beispiel im Rahmen von Fachtagen und Onlineangeboten.
  • Qualifizieren wir Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit von freien und öffentlichen Trägern durch Fort- und Weiterbildungen.
  • Konzipieren wir Kampagnen zur vermehrten Repräsentation junger Menschen in kommunalen Gremien.
  • Würdigen wir junges Engagement in Baden-Württemberg.
  • Machen dieses Engagement auf unseren Plattformen sichtbar.
Servicestelle Kinder-Jugendbeteiligung Baden-Württemberg

Was wir wollen

Junge Menschen haben ein vielfach verankertes Recht auf Beteiligung. Für die nachhaltige Umsetzung und strukturelle Verankerung dieses Rechts setzen wir uns flächendeckend ein.

Das setzt eine breite gesellschaftliche und politische Akzeptanz für die Perspektiven, Interessen und Bedürfnisse junger Menschen voraus, für die wir kämpfen.

Ein besonderes Anliegen ist, dass sich alle Kinder- und Jugendlichen an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligen können – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Bildungsstatus!

Unsere Haltung

Die SKJB existiert und arbeitet auf der Basis demokratischer Grundwerte. Die Achtung der Menschenrechte und speziell der Kinderrechte ist für uns fundamental.

Die Förderung von Vielfalt, Toleranz und Inklusion ist uns ein Anliegen. Wir sind überzeugt, dass unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen uns alle bereichern.

Diskriminierung – sei es Rassismus, Antisemitismus oder jede andere Form von Ausgrenzung – hat bei uns keinen Platz.Gemeinsam setzen wir uns für ein respektvolles, faires und offenes Miteinander ein.

Selbstkritik und Selbstreflexion verstehen wir als wichtigen Teil unserer Arbeit.

Nur durch kontinuierliches Hinterfragen können wir uns weiterentwickeln und sicherstellen, dass unsere Werte nicht nur Worte sind, sondern auch in Taten umgesetzt werden.

Die Trägerschaft der SKJB

Das Besondere an der Trägerschaft der SKJB ist, dass sie sich von drei Landesverbänden der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit geteilt wird:

Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg

Landesjugendring Baden-Württemberg

Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg

Diese Form der Trägerschaft bildet die hohe Vielfalt an Kooperationspartnern für Prozesse der Kinder- und Jugendbeteiligung vor Ort ab. Partizipation, Kooperation auf Augenhöhe und eine gute Vernetzung sind uns ein zentrales Anliegen im Feld. Wir kooperieren mit Akteuren auf Bundes-, Landes-, Landkreis- und Kommunalebene.

Drei Landesverbände – eine Mission

Gemeinsam für die Beteiligung junger Menschen in Baden-Württemberg!

In den folgenden drei Videos erfahrt ihr mehr über die Träger der SKJB.

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Träger der SKJB: die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung

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Träger der SKJB: der Landesjugendring

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Träger der SKJB: die LAG Jugendsozialarbeit

Die Entstehung der SKJB

Am 12. März 2013 hat die damalige Landesregierung gemeinsam mit Vertretern der Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit die Vereinbarung „Zukunftsplan Jugend“ unterzeichnet. Über den „Zukunftsplan Jugend“ sollten alle Kräfte im Land gebündelt und stärker zusammengeführt werden, um in gemeinsamer Verantwortung eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit zu gestalten.

Alleinstellungsmerkmal des „Zukunftsplans Jugend“ war von Beginn an ein Zusammenwirken von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie ein hohes Maß an beteiligungsorientierten Strukturen. Dies wird am Beispiel der Lenkungsgruppe deutlich, in der die Partner der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit, die kommunalen Landesverbände und die betroffenen Ministerien vertreten sind.

Außerdem wurden fünf thematisch fokussierte Arbeitsgruppen eingerichtet. Gemeinsam formulierten diese Gremien in der ersten Phase des „Zukunftsplans Jugend“ 16 Leitlinien für eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendarbeit, die allen Beteiligten als Grundlage für ihre Arbeit dienten.

Servicestelle Kinder-Jugendbeteiligung Baden-Württemberg

Der „Masterplan Jugend“ als dialogorientiertes Forum

Das Ministerium für Soziales und Integration hat seit Dezember 2016 gemeinsam mit allen Partnerverbänden den „Zukunftsplan Jugend“ zu einem „Masterplan Jugend“ weiterentwickelt und durch neue Schwerpunktsetzungen der aktuellen Bedarfslage angepasst. Eines der wesentlichen Ziele der Weiterentwicklung des Prozesses besteht in einem stärkeren Praxisbezug. Die Vorhaben sollen unmittelbar bei den Jugendlichen ankommen, denn sie stehen im Fokus. Der „Masterplan Jugend“ versteht sich noch stärker als dialogorientiertes Forum zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Land.

Aus dem breiten Themenspektrum hat die Lenkungsgruppe Anfang November 2017 neue inhaltliche Schwerpunkte definiert und zielorientiert weiterentwickelt:

  • Migration und Flucht
  • Demokratie- und Medienbildung
  • Partizipation im weit verstandenen Sinne
  • Überarbeitung der Fördergrundlagen
  • Ermöglichung und Sichtbarmachung von Vielfalt, Kooperationsausbau, insbesondere im Bereich (Ganztags-)Schule und außerschulische Jugendbildung

Diese Schwerpunkte gewährleisten einerseits die nötige praxisorientierte Arbeits- und Gestaltungsstruktur, andererseits aber auch die notwendige Flexibilität, um auf aktuelle Herausforderungen reagieren zu können.

(Text übernommen aus dem Masterplan Jugend des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg)

Status Quo der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in BW

Als Grundlage für weitere Empfehlungen zur Förderung von Partizipation veranlasste die Arbeitsgruppe „Partizipation“ gemeinsam mit dem Sozialministerium eine Untersuchung, die den Bestand der Kinder- und Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg erfasst:

Scherr, Albert/Sachs, Lena (2015): Partizipation: Beteiligung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg. Überblick über Angebotsformen, Akteure, Projekte und Themen. Zentrale Ergebnisse der Bestandsaufnahme im Rahmen des „Zukunftsplan Jugend“. (siehe PDF).

Grundlage für die Untersuchung was ein breites Partizipationsverständnis. Partizipation = Politische Beteiligung und Verantwortungsübernahme. Darauf aufbauend wurden folgende Unterschiede in der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen festgestellt:

  • Mädchen und Jungen partizipieren unterschiedlich
  • Es bestehen Unterschiede in der Beteiligung von ländlichem Räumen und Ballungszentren
  • Die Dauer der formalen Schulbildung wirkt sich auf die Beteiligung junger Menschen aus
  • Das sozioökonomische Herkunftsmilieu spielt eine Rolle für das Partizipationsverhalten von Kindern und Jugendlichen

Eine zentrale Empfehlung der Untersuchung war die Schaffung einer landesweiten Servicestelle „Im Interesse einer landespolitischen Verankerung, überregionalen Vernetzung und kontinuierlichen Weiterentwicklung von Partizipationsstrukturen ist die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle zur Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg anzustreben.“ (Scherr 2015: 75).

Daraufhin wurde durch freie Träger der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit das Konzept einer landesweiten Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung erarbeitet, welches zum 01.01.2018 durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration mit einer Projektlaufzeit von vier Jahren bewilligt wurde.

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.

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