Rückblick - YouthCon'19

Vom 28. bis 29. Oktober 2019 fand erfolgreich die erste Youth Con der Servicestelle Kinderund Jugendbeteiligung Baden-Württemberg im Jugendhaus clubCANN in Stuttgart statt. Dabei stand vor allem eins im Mittelpunkt: Das vielfältige Engagement junger Menschen.

Die Youth Con ist eine kostenlose Convention oder Plattform für junge, engagierte Menschen zwischen 16 und 26 Jahren, auf der sie erklären können, was sie bewegt. Im gemeinsamen Austausch, Diskussionen und kreativen Workshops können sie nicht nur neue Leute kennenlernen, sondern auch eigene Ideen entwickeln. Das Programm könnte dabei nicht vielfältiger sein: Spannende Gespräche über gesellschaftliche Themen und die Beteiligung der Teilnehmenden in verschiedenen Formaten (z. B. BarCamps, Workshops, Impulsvorträgen und Talks). Zum Schluss erhält jede*r Teilnehmer*in eine Urkunde, die das Engagement würdigt und gleichzeitig motiviert, sich auch in Zukunft einzusetzen.

Servicestelle Kinder-Jugendbeteiligung Baden-Württemberg
Foto by Marc Schiele
Servicestelle Kinder-Jugendbeteiligung Baden-Württemberg
Kirsten Humpfer, Freiwillige im FSJ Kultur

Aber was ist die Youth Con eigentlich?

Um einen besseren Eindruck zu gewinnen haben wir eine Teilnehmerin der YouthCon’19 interviewt. Kirsten macht ein FSJ Kultur bei der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Baden-Württemberg. Sie unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit der LKJ, in dem sie beispielsweise auf den Punkt gebrachte Texte schreibt und diese grafisch aufbereitet. Darüber hinaus bespielt sie die unterschiedlichen Social Media Kanäle der vielen Projekte der LKJ.

Interview mit Kirsten

Kirsten, wie ist die YouthCon abgelaufen? Was habt ihr die zwei Tage über gemacht?


Der erste Tag startete mit einer Kennenlernphase, Gesprächen und Aufwärmspielen. Nach
einer Einführung und kleinen Session über die Servicestelle (und) Kinder-und
 Jugendbeteiligung von Johanna Probst, ging es in die kreativen Workshops. Ob Hall of Fame, Wem gehört die Stadt?!, Foodsharing, Poetry Slam oder Graffiti – es war wirklich für jede*n
 etwas dabei, das den eigenen Interessen oder Neugier entspricht. Mein persönliches Highlight
 war auf jeden Fall der „Foodsharing“ Workshop, in dem ich nochmal viel über unseren und
 meinen Konsum sowie die Wegwerfgesellschaft gelernt habe. Aber auch bei „Wem gehört die
 Stadt?!“ wurde ich vom Zwischennutzungsprojekt am Österreichischen Platz inspiriert, ein eigenes Projekt zu starten. Beim zweiten und letzten Tag starteten die Barcamp Sessions im 30-Minuten-Takt zu den
 unterschiedlichsten Themen. Das Besondere daran: Man kann selbst mitentscheiden, welche Sessions es gibt und sogar eigene Workshops, Vorträge oder Diskussionen leiten.
 Beispielsweise wurde das neue Projekt Push Dich! der BW-Stiftung von Louisa Egbaiyelo vorgestellt, wir haben gemeinsam Flipcharts gestaltet, über Vorurteile und Diskriminierung gesprochen oder offen in der Runde diskutiert. Die YouthCon endete mit der Überreichung der Urkunden und einer Feedbackrunde. Was mir im Gedächtnis bleibt: Die Begeisterung jeder*s Einzelnen etwas zu verändern und viele neue Ideen, die in solch kurzer Zeit entstanden sind.

Was hat dir gefallen oder ist dir positiv aufgefallen?


  • Vernetzung und Austausch (interessante Gespräche und der Erfahrungsaustausch)
  • Inspiration und neue Ideen für die Zukunft (z.B. #freiefahrtfuerfreiwillige)
  • Vertretung verschiedener Bereiche: Theater, FSJ Kultur, Schule, Sozialarbeit etc.
  • Interessen teilen (z.B. Foodsharing)
  • Feedbackrunde (Umfrage Tool per Handy)
  • Barcamps selbst gestalten und leiten (30 Minuten-Takt sorgt für mehr Fokus und Abwechslung)

Was hast du für dich mitgenommen?


  • Wer eine Idee oder Motivation hat etwas zu verändern, findet einen Weg!
  • „Gemeinsam sind wir stark“ (neue Perspektiven und Blickwinkel auf die Welt)

Was ist geblieben?


  • eine kleine aber feine WhatsApp Gruppe für zukünftigen Austausch
  • Ideen und Anregungen für eigene Projekte und Veranstaltungen für eine junge Zielgruppe

Ist das Konzept der YouthCon für dich aufgegangen?


Definitiv! Denn ganz gleich, wie „stark“ man sich mit den eigenen Strukturen oder bei sich vor
Ort engagiert, findet man bei der YouthCon Anklang in einer Gruppe liebevoller Menschen, die
sich für die unterschiedlichsten Dinge einsetzen oder ihre Visionen und Erfahrungen teilen. Nach
zwei Tagen gehe ich mit einem positiven und inspirierten Gefühl nach Hause.

Liebe Kirsten, vielen Dank, dass du deine Eindrücke mit uns geteilt hast!